Auslegung und Bibliographie zur Bibel


Erster Korintherbrief

Der erste Brief des Paulus an die Korinther

1 Kor 8,7-13

Studieren Sie die Bibel! Hier finden Sie einen Einstieg in die wissenschaftliche Auslegung von Bibeltexten mit Literaturangaben.

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Jede Seite enthält eine Übersetzung des jeweiligen Bibeltextes, sowie Beobachtungen (Vorbereitung der Auslegung), Hinweise zu weiterführender Literatur und eine abschließende Literaturübersicht.

1 Kor 8,7-13

 

 

Übersetzung

 

1 Kor 8,7-13: 7 Aber nicht in allen [ist] die Erkenntnis. Vielmehr essen es einige infolge der bisherigen Gewöhnung an den Götzen als Götzenopferfleisch; und so wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, befleckt. 8 Aber Speise wird uns nicht vor Gott stellen. Weder haben wir, wenn wir nicht essen, einen Nachteil, noch haben wir, wenn wir essen, einen Vorteil. 9 Seht aber zu, dass nicht etwa diese eure Freiheit den Schwachen zum Anstoß werde. 10 Wenn nämlich jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzenhause [zu Tisch] liegen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, weil er schwach ist, zum Essen des Götzenopferfleisches "auferbaut“ werden? 11 Es geht nämlich der Schwache an deiner Erkenntnis zugrunde, der Bruder, für den doch Christus gestorben ist. 12 Indem ihr so an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, sündigt ihr an Christus. 13 Darum: Wenn Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, will ich nicht mehr Fleisch essen bis in Ewigkeit, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.

 

 

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V. 7

 

Beobachtungen: Nachdem Paulus dargelegt hat, dass es nur einen Gott und einen "Herrn“, Jesus Christus, gibt, macht er sogleich deutlich, dass nicht in allen die Erkenntnis ist. Manche Christen sind - obwohl sie den christlichen Glauben angenommen haben - weiterhin dem Heidentum verwachsen, sind an dessen Glauben und Gebräuche noch gewöhnt. Daher essen sie es - gemeint ist das Götzenopferfleisch (siehe dazu 8,1) - als Götzenopferfleisch und nicht als gewöhnliches Fleisch. Wer fest im Glauben verankert ist, dass es nur einen Gott und einen "Herrn“ gibt, für den sind die Götzen nicht existent und von daher kann es für ihn kein Götzenopferfleisch, sondern nur gewöhnliches Fleisch geben.

 

Das Gewissen ist eine nicht näher bestimmte kritisch urteilende Instanz. Wenn diejenigen, die noch das Heidentum gewöhnt sind und nur schwer ablassen können, nun Götzenopferfleisch essen, so bekommen sie ein beflecktes/schlechtes Gewissen. Dies dürfte damit zu begründen sein, dass sie noch dem Glauben an die Götzen verhaftet sind und sie daher das Gefühl bekommen, sie hätten sich aufgrund des Mahls am christlichen Glauben versündigt. Ihr Gewissen ist "schwach“, was vermutlich bedeutet, dass es eine "Schwäche“ hin zum heidnischen Glauben hat und nicht gemäß rein christlichen Maßstäben urteilt.

 

Weiterführende Literatur: Mit der Beschaffenheit und Ernsthaftigkeit der Probleme in der korinthischen Gemeinde und mit der Logik und Struktur der paulinischen Argumentation in 1 Kor 8-10 befasst sich B. N. Fisk 1989, 49-70. Dabei setzt er sich kritisch mit der gängigen Interpretation auseinander, legt die Problemstellungen dar und diskutiert die alternative Interpretation von G. D. Fee. Laut G. D. Fee gehe es in 1 Kor 8-10 nicht um Opfergaben, die den heidnischen Göttern dargebracht worden waren und danach bei Mahlzeiten aufgetischt und von den glaubensstarken Christen auch gegessen wurden, sondern es gehe um Opfergaben, die unter Beteiligung der glaubensstarken Christen bei den kultischen Mählern im Rahmen der heidnischen Opferzeremonie verspeist wurden.

 

W. G. Thompson 1990, 406-409 befasst sich mit der ethischen Bewertung des Einsatzes von Computern als aktuelle Parallele zur ethischen Bewertung des Essens von Götzenopferfleisch.

 

Eine literarkritische Analyse von 1 Kor 8,1-13 und 11,2-16 bietet H.-F. Richter 1996, 561-575. Er vertritt die These, dass der Erste und Zweite Korintherbrief zusammen genommen in Wirklichkeit aus zehn Briefen zusammengesetzt seien. Der die Korinther so eindringlich vor Götzendienst warnende Brief A (1 Kor 6,1-11; 9,24-27; 10,1-17; 11,23-26; 16,22-24?) habe die Adressaten zu einer Antwort veranlasst. Auf diese bezögen sich die Perikopen 1 Kor 8,1-13; 10,18-11,1 und 6,12-20 in einem zweiten Schreiben des Apostels, das man als "Gemeindezuchtbrief“ bezeichnen könne. Durch die Entgegnung der Korinther erhalte die Korrespondenz einen neuen Aspekt. Es gehe nicht mehr darum, dass Götzendienst für sie noch eine Gefahr darstellt; vielmehr gehe es jetzt darum, ob es Sünde ist, Fleisch zu essen, das auf den Markt kommt, nachdem es mit einem Götzenopfer in Verbindung gestanden hatte.

 

B. J. Oropeza 1998, 57-68 legt dar, dass verschiedentlich angenommen werde, dass 8,1-11,1 aus zwei verschiedenen Schriftstücken zusammengesetzt sei. Demnach bilde 8,1-9,23 Brief B und 10,1-22 Brief A. Von anderen Auslegern werde 10,1-22 (oder 10,1-13) als ein früher Midrasch angesehen, den Paulus in seinen Brief eingebaut habe. Zwar sei − wie von letzterer These angenommen - tatsächlich literarische Einheitlichkeit des Abschnittes 8,1-11,1 zu vermuten, doch sei sie anders zu begründen: Dem Abschnitt liege die deuteronomische Tradition − insbesondere das Lied des Mose (Dtn 32) − zugrunde. Diese Tradition sei wesentlich vom Motiv des Abfalls von Gott durch Götzenkult geprägt, das von Paulus in Sprache und Gedankengut aufgenommen worden sei und 8,1-11,1 durchziehe.

 

J. Delobel 1996, 177-190 untersucht, ob 1 Kor 8-10 literarisch einheitlich ist und inwiefern die Frage nach dem Götzenopfer auch in nachbiblischer und heutiger Zeit für die Theologie und Ethik relevant ist. Ergebnis: Der auf den ersten Blick literarisch uneinheitliche Abschnitt 1 Kor 8-10 sei einheitlich und das Götzenopferproblem auch in heutiger Zeit gerade in Ländern mit multireligiösen Gesellschaften, in denen es jederzeit zu analogen Situationen kommen könne, weiterhin relevant.

J. F. M. Smit 1997, 476-491 zeigt, dass 8,7-9,27 das Grundmuster einer Rede zugrunde liege und somit literarisch einheitlich sei.

 

B. Witherington 1993, 237-254 befasst sich kritisch mit der These, dass eidôlothuton ein von den frühen Juden geschaffener polemischer Begriff sei, um einem heidnischen Gott geweihtes Fleisch zu bezeichnen. Tatsächlich finde sich der Begriff fast ausschließlich in christlichen Texten, von denen keiner älter als der Erste Korintherbrief sei. Sein Ursprung liege somit vermutlich im frühen Judenchristentum. Das eidôlothuton sei in der frühen Zeit vom hierothuton ("geweihte Nahrungsmittel“) zu unterscheiden und meine Fleisch, das einem Götzen geweiht ist und in dessen Gegenwart verzehrt wird. Daraus sei u. a. zu folgern, dass es in der Verfügung der Versammlung der Apostel und Ältesten in Jerusalem (vgl. v. a. Apg 15,29) nicht darum geht, dass sich die Heidenchristen ansatzweise an die jüdischen bzw. noahitischen Speisegebote halten sollen, sondern darum, dass sie sich von Mahlzeiten und Unmoral in heidnischen Tempeln fernhalten sollen. 1 Kor 8-10 spiegele dementsprechend Paulus’ Akzeptanz und Anwendung der Verfügung wieder. Ähnlich B. Witheringtom III 1994, 38-43 mit veranschaulichenden Abbildungen.

Der Frage, worum es sich bei den eidôlothuta handelt, geht P. D. Gooch 1993, 53-56 nach. Oft werde zwar angenommen, dass Fleisch (von geopferten Tieren) gemeint sei, doch gehe dies nicht eindeutig aus dem Text hervor. P. D. Gooch vertritt eine allgemeinere Deutung, wonach mit dem heidnischen Kult verbundene Nahrungsmittel gemeint sind. Auf den Begriff eidôlothuta geht auch C. K. Barrett 1982, 40-45 ein.

 

D. Newton 1998, 175-313 befasst sich mit den altgriechischen Wurzeln hierothut und eidôlothut, geht auf verschiedene Aspekte des griechisch-römischen Opfers sowie Form, Organisation und Bedeutung der gemeinsamen Mähler ein. Anschließend befasst er sich mit der Gnosis, wie sie in 1 Kor 8 auftaucht, und legt 1 Kor 8 aus.

 

H.-J. Eckstein 1983, 232-256 untersucht die Bedeutung des Begriffs syneidêsis ("Gewissen“) in 1 Kor 8,7-13. Auch hier bezeichne die syneidêsis die Instanz, die reflexiv das Verhalten der Person beurteilt. Die Entscheidung über das zu Tuende werde dabei bereits vorausgesetzt. Wenn der "Schwache“ an seiner syneidêsis "verwundet“ wird oder sich "befleckt“, bedeute das in synthetischer Redeweise: er selbst als Person wird vom "Starken“ misshandelt und zum Schuldigwerden verleitet.

 

G. Theißen 1979, 276-279 vertritt die Ansicht, dass es sich bei dem Konflikt um das Essen des Götzenopferfleisches um einen Konflikt zwischen zwei sozio-ökonomischen Gruppen handele. Die "schwachen“ Christen als Angehörige der sozialen Unterschicht hätten im Alltag gewöhnlich kein Fleisch gegessen; und wenn sie es doch taten, dann bei heidnisch-religiösen Feiern. Daher habe das Fleisch für sie numinosen Charakter gehabt und sie hätten das Verspeisen als problematisch empfunden. Die Wohlhabenden dagegen seien mit dem Essen von Fleisch eher vertraut gewesen, so dass sie dabei weniger Skrupel gehabt hätten. Gegen diese These wendet sich J. J. Meggitt 1994, 137-141. Zwar sei im 1 Jh. n. Chr. Fleisch teuer und Mehlspeise das Hauptnahrungsmittel der meisten Menschen des Mittelmeerraums gewesen, doch sei Fleisch auch von Menschen unterer Schichten bei nicht-sakralen Anlässen häufiger gegessen worden, als G. Theißen annimmt.

 

Laut T. Söding 1994, 69-92 scheine der Götzenopferstreit, den der Apostel in 1 Kor 8-10 zu schlichten versucht, auf den ersten Blick eine Nebensächlichkeit zu sein, die allenfalls von historischem Interesse ist. Bei näherem Zusehen gebe er sich aber als Paradigma paulinischer Ethik zu erkennen, das von überraschender Aktualität ist. Es gehe um einen Konflikt zwischen "progressiven“ und "konservativen“ Kräften in einer christlichen Gemeinde; es gehe um das Verständnis und den Gebrauch christlicher Freiheit; es gehe um die Frage, wie sich Christen in einer synkretistischen Umwelt verhalten sollen; und es gehe um das Problem, wie sich eine ethische Norm im Evangelium begründen lässt.

 

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V. 8

 

Beobachtung: Paulus nimmt möglicherweise eine Parole derjenigen Adressaten auf, die keine Nähe mehr zum heidnischen Glauben aufweisen. Unklar ist jedoch die Bedeutung des Verbs paristêmi. Es kann entweder "daneben / zur Seite stellen“ oder auch "(dem Richter) vorführen“ bedeuten. Es steht im Futur, daher ist an eine zukünftige Konsequenz aus dem Handeln zu denken. In der Zukunft wird das Gericht sein, daher ist letztere Bedeutung zunächst wahrscheinlicher: Speise wird uns, d. h. die Christen, nicht Gott, dem Richter, vorführen und möglicherweise eine Verurteilung nach sich ziehen.

Nun wäre als logische Gedankenfolge zu erwarten, dass diejenigen, die Götzenopferfleisch essen, (beim Jüngsten Gericht) keinen Nachteil zu erwarten haben, und diejenigen, die nicht essen, keinen Vorteil. Das steht so aber nicht im altgriechischen Text nach Nestle-Aland, sondern nur im Codex Alexandrinus. Der von Nestle-Aland für ursprünglich gehaltene Text wendet sich im Gegensatz zum Codex Alexandrinus gegen die Meinung, dass das Essen von Götzenopferfleisch eine positive Wirkung haben könnte. Daher heißt es hier: "weder haben wir, wenn wir nicht essen, einen Nachteil, noch haben wir, wenn wir essen, einen Vorteil“. Die (angeblich) positive Wirkung des Götzenopfermahles, gegen die sich Paulus demnach wenden würde, wäre Gemeinschaft mit Gott. Das Verb paristêmi wäre dann mit "daneben / zur Seite stellen“ zu übersetzen. Dann wäre jedoch ein Präsens zu erwarten, denn die Gemeinschaft mit Gott erfolgt ja mit dem Götzenopfermahl. Ein Präsens findet sich aber wiederum nur in einer Textvariante.

Aufgrund dieser Widersprüche bleibt unklar, wie das Verb paristêmi zu deuten ist.

 

Weiterführende Literatur: Eine Auslegung von V. 8-13 bietet L. W. Willis 1985, 96-122.

 

J. Murphy-O’Connor 1978, 253-267 geht den Fragen nach, welche Version von V. 8 die ursprüngliche ist, ob der Vers aus einem Brief der Korinther stammt oder ob er auf Paulus zurückgeht, wie der Übergang vom Futur zum Präsens in der zweiten Hälfte zu begründen ist und was unter "einen Vorteil/Nachteil haben“ zu verstehen ist.

 

J. L. Jaquette 1995, 137-153 befasst sich mit den Adiaphora, d. h. ethisch weder positiv noch negativ zu beurteilenden Dingen, in 1 Kor 8-10. A. T. Cheung 1999, 108-164 ist allerdings der Meinung, dass das Essen von mit Götzenopfern verbundenen Nahrungsmitteln nicht zu den Adiaphora zu zählen sei. Nicht nur das Essen in Götzentempeln, sondern das Essen jeglicher mit Götzenkult verbundenen Speise, auch wenn sie auf dem Markt gekauft wurde, werde von Paulus als Sünde betrachtet. Denn einerseits veranlasse es die "Schwachen“ zum Straucheln, andererseits mache es die korinthischen Christen zu Partnern der Dämonen. Paulus verlange zwar nicht, dass die Adressaten nach der Herkunft der Lebensmittel fragen, doch sollten sie sich von diesen enthalten, sofern klar sei, dass sie mit der Götzenverehrung im Zusammenhang stehen.

 

Nicht nur die Bewertung des Essens von Götzenopferspeise in 8,7-13 ist unklar, sondern auch das Verhältnis zu den Bewertungen in 10,23-11,1 und 10,14-22. Diejenige, die er in 10,14-22 äußert, ist kritischer als diejenige in 10,23-11,1. Spricht Paulus etwa im einen Fall generell vom Essen von Götzenopferspeise, im anderen jedoch konkret vom Essen der Götzenopferspeise im Tempel? Verurteilt er nur letzteres? Oder hat Paulus verschiedene Anlässe der Mahlzeiten im Blick? Dann würde er nur Mahlzeiten verurteilen, die direkt mit der Verehrung der heidnischen Götter in Verbindung stehen, wobei der Ort der jeweiligen Mahlzeit bedeutungslos wäre. G. W. Dawes 1996, 82-84 gibt im Hinblick auf die literarische Einheitlichkeit der Kapitel 8 und 10 einen Überblick über die Diskussion.

Auch G. D. Fee 1980, 172-197 geht auf das Verhältnis dieser drei Texte ein. Seiner Meinung nach hätten 8,7-13 und 10,14-22 rituelle Mahlzeiten im Tempel im Blick, in 10,23-11,1 gehe es dagegen um Götzenopferspeise, die auf dem Markt gekauft und daheim verzehrt wird.

D. Newton 1998, 179-182 befasst sich mit dem unmittelbaren Kontext, in den Paulus des Ersten Korintherbrief gesandt hat. Die scheinbar gegensätzliche Bewertung des Sachverhaltes in 1 Kor 8,1-13 und in 10,14-22 begründet er nicht damit, dass in ersterem Text von "gesellschaftlichen“ Mählern die Rede sei, in letzterem dagegen von "religiösen“. Vielmehr liege der Schwerpunkt in 8,1-13 auf der Einnahme des Mahls an sich, in 10,14-22 dagegen auf der Götzenverehrung und auf der Gefahr, selbst Götzen zu verehren. Gläubige Christen dürften demnach auf keinen Fall ein heidnisches Opfer darbringen.

 

J. C. Brunt 1985, 113-124 untersucht, wie die frühchristlichen Autoren der nachpaulinischen Zeit im Vergleich zu Paulus die Götzenopferspeise bewerten. Ergebnis: Paulus habe mit der Götzenopferspeise an sich kein Problem, ganz im Gegensatz zu den späteren frühchristlichen Autoren. Diese würden die paulinische Einstellung entweder ignorieren oder missverstehen, was J. C. Brunt auch begründet.

 

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V. 9

 

Beobachtungen: Die Freiheit der Glaubensstarken soll nicht den Glaubensschwachen zum Anstoß werden. Dabei ist die Freiheit als eine Vollmacht zu verstehen. Es ist die Vollmacht Götzenopferfleisch als normales Fleisch essen zu können, ohne sich am christlichen Glauben zu versündigen.

 

Mit dem Substantiv "Anstoß“ ist vermutlich etwas gemeint, was eine Verführung darstellen und den Glaubensschwachen zu Fall bringen könnte.

 

Weiterführende Literatur: B. W. Winter 1995, 169-178 geht der Frage nach, inwieweit der römische Kaiserkult den Hintergrund für Paulus’ Ausführungen bildet. Er übersetzt den Begriff eksousia mit "Recht“ und meint, dass es sich nicht um das Recht handeln könne, Fleisch im Demeter- oder Asklepiustempel zu essen, denn die dortigen Mahlzeiten hätten jedem offen gestanden. Vielmehr gehe es um das Recht, den mit den Isthmischen Spielen verbundenen Mahlzeiten im Tempel beizuwohnen, das nur römischen Bürgern und nicht den Provinzialen offen gestanden habe. Die Isthmischen Spiele seien mit dem Kaiserkult verbunden gewesen. So hätten sich auch in Korinth im Bereich der Agora Statuen neben Götterstatuen auch Statuen von lebenden oder verstorbenen Herrschern samt Familien befunden, die vergöttlicht worden waren. Es sei also anzunehmen, dass Paulus, wenn er von den "Göttern auf Erden“ (8,5) spricht, auch den Herrscher und seine Familie meine. Eine Petition einer Nachbarstadt Korinths namens Argos − der einzigen bedeutenderen nicht-christlichen literarischen Quelle des 1. Jhs. n. Chr., die uns über das Leben im zeitgenössischen Korinth informiere − zeige, dass sich die römische Kolonie Korinth an römischen Sitten und römischem Recht orientierte und nicht griechische Sitten und griechisches Recht zu restaurieren suchte. Der Kaiserkult sei also auch in Korinth verbreitet gewesen.

 

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V. 10

 

Beobachtungen: Paulus legt nun dar, wie eine Verführung aussehen könnte: Ein Glaubensstarker sieht kein Problem darin, Götzenopferfleisch wie gewöhnliches Fleisch zu essen. Daher liegt er im "Götzenhause“ - wie es im antiken Mittelmeerraum Sitte ist - zu Tisch und isst. Der Glaubensschwache sieht das Verhalten des Glaubensstarken, doch hat er Schwierigkeiten, für sein eigenes Verhalten den richtigen Schluss zu ziehen. Er neigt zum Heidentum und nimmt folglich fälschlicherweise an, dass auch er sich zu Tische legen und am Mahl teilhaben könne. Das kritische Urteilsvermögen, das Gewissen, wird also geradezu dazu verleitet - Paulus benutzt das Verb "aufbauen“ -, wieder in alten heidnischen Brauch zurückzufallen. Der Glaubensschwache ist nämlich nicht - wie der Glaubensstarke - das Fleisch als gewöhnliches Fleisch, sondern als Götzenopferfleisch. Für ihn bekommen die Götzen nun geradezu wieder reale Existenz und Macht.

 

Auffällig ist, dass die Mahlzeit geradezu selbstverständlich eingenommen wird. Zunächst essen die Glaubensstarken und dann auch die Glaubensschwachen, die sich ja eigentlich vom Mahl fernhalten wollten. Unklar ist jedoch, um was für ein Mahl es sich genau handelt und wo es eingenommen wird. Ist von einem heidnischen Kultmahl im Tempel oder von einer Mahlzeit in einem dem Tempel zugeordneten "Restaurant“ die Rede? Sicher ist nur, dass es sich nicht um direkte Beteiligung an der Verehrung heidnischer Götter handelt, denn diese würde von Paulus wohl kaum gebilligt werden.

 

Weiterführende Literatur: Zur Erkenntnis und Freiheit der Korinther siehe R. A. Horsley 1978, 574-589.

 

P. D. Gooch 1993, 15-26 geht der Frage nach, ob Mahlzeiten in Götzentempeln (8,10) mit denen am "Tisch der Dämonen“ (10,21) gleichzusetzen sind. Er untersucht die Möglichkeit, dass Mahlzeiten, die in Tempeln eingenommen wurden, nicht zwingend mit dem Kult in Beziehung standen. Auf S. 27-37 gibt er einen Überblick über verschiedene Anlässe, bei denen Mahlzeiten aufgetischt wurden, die mit dem Götzenopferkult in Verbindung standen. Vgl. W. L. Willis 1985, 13-15.

 

P. Lampe 2003, 584-599 macht deutlich, dass Paulus zwei Szenarien im Blick haben könne: a) Etliche Korinther, die die christliche Freiheit auf ihre Fahnen geschrieben hatten, partizipierten direkt an Schlachtopferhandlungen des heidnischen Kultes, an die sich der gesellige Verzehr von Geopfertem unmittelbar anschloss. b) Diese Korinther lagen nur bei einem jener geselligen Mähler im Tempelbezirk zu Tische, zu denen Vereine oder Privatleute einluden. P. Lampe meint, dass Paulus beide Varianten, zumindest aber die zweite im Auge gehabt habe. Auf dem Hintergrund heidnischer Zeugnisse geht er auf Paulus’ dämonologische Voraussetzungen, auf verschiedene Grade der Dämonenpräsenz und auf 1 Kor 11,10 als komplementäre Parallele zur Dämonenpräsenz in heidnischen Schlachtopferritualen ein.

 

R. E. Oster 1992, 52-73 beklagt, dass die Forschung bis in die Gegenwart hinein die Bedeutung von antiken Papyri, Münzen, Inschriften und archäologischen Relikten für die Bibelauslegung weitgehend übersehen habe. Auf S. 64-67 legt er auf die in V. 10 erwähnte Mahlzeit im "Götzenhaus“ ein. Die archäologischen Relikte des Asklepios geweihten und des Demeter und Kore geweihten Tempels bewiesen, dass beiden Tempeln Speisesäle angeschlossen waren, an letzteren sogar Dutzende. Auch wenn nicht anzunehmen sei, dass man in diesen Sälen auch nicht-religiöse Mähler eingenommen hat, so habe man hier doch − über den offiziellen Kultus hinausgehend − verschiedene Zeremonien durchgeführt. So sei durchaus vorstellbar, dass Christen von Heiden eingeladen worden sind und Mahlzeiten oder Geburtstagsfeiern und weiteren gesellschaftlichen und kulturellen Ereignissen, die mit den Tempelanlagen verbunden waren, beigewohnt haben. Das heiße nicht unbedingt, dass die Christen auch aktiv am heidnischen Kult teilgenommen haben.

 

G. W. Dawes 1996, 84-98 geht der Frage nach, zu welcher Sünde die "Schwachen“ denn verführt werden. Er lehnt die seiner Meinung nach mehrheitlich geäußerte These ab, dass sie dazu verführt würden, gegen ihren eigenen Glauben zu handeln. Eine solche Interpretation folge aus einer Angleichung an Röm 14-15 und mache im Kontext von 8,1-13 wenig Sinn. Vielmehr würden die "Schwachen“ zum Götzenkult verführt, der in Kapitel 10 so vehement verurteilt werde. Durch das schlechte Vorbild der Glaubensstarken würden die "Schwachen“ zu der Annahme verleitet, dass die Teilnahme am Götzenkult in heidnischen Tempeln nichts Verwerfliches sei.

 

Mit der Einschränkung der Rechte der Starken wegen des belasteten "Gewissens“ der Schwachen befasst sich P. W. Gooch 1987, 102-123, wobei er auf S. 117-120 konkret auf das "Gewissen“ (syneidêsis) eingeht. Zum "Gewissen“ siehe auch ausführlich P. W. Gooch 1987, 244-254.

 

Auf den kontextuellen Worthorizont von oikodomeisthai ("auferbaut werden“) in V. 10 geht I. Kitzberger 1986, 79-84 ein.

 

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V. 11

 

Beobachtungen: Die gravierende Folge des Mahls ist, dass der Glaubensschwache an der Erkenntnis des Glaubensstarken zugrunde geht. Die Erkenntnis, die eigentlich etwas Positives ist und Glaubensstärke erst ermöglicht, verkehrt sich hier zu etwas Negativem, Existenzgefährdendem.

Paulus definiert das Verb "zugrunde gehen“ nicht genauer, setzt anscheinend voraus, dass die Korinther um seine Bedeutung wissen. Es liegt nahe, dass Paulus davon ausgeht, dass die Wirkung des stellvertretenden Kreuzestodes Christi geradezu aufgehoben wird. Aufgehoben wird sie nicht generell im Hinblick auf alle Christen, sondern im Hinblick auf den konkreten Christen, der zum Götzenopfermahl verführt worden ist.

Warum geht der verführte Glaubensschwache zugrunde? Der Grund dürfte sein, dass er durch das Götzenopfermahl dazu verführt worden ist, wieder die Existenz und Macht von Göttern anzuerkennen, und damit gleichsam wieder zum Heiden geworden ist. Mag er sich auch sonst als Christ bezeichnen, so disqualifiziert ihn doch sein Handeln. Dabei spielt es keine Rolle, dass er nicht aus eigenem Antrieb handelt, sondern als Folge von Verführung. In dem Augenblick, in dem er das Götzenopfermahl zu sich nimmt, verlischt die ihn betreffende Heilswirkung Christi. Deshalb steht das Verb "zugrunde gehen“ im Präsens und nicht im Futur.

 

Weiterführende Literatur: G. Outka 1980, 381-390 meint angesichts des von Paulus problematisierten Umgangs mit der christlichen Freiheit und Verhältnisses zum Glaubensgenossen, dass zwischen der Frage, ob die Bibel Quelle und Basis für moralische Erkenntnis und moralisches Urteilsvermögen ist, und der Frage, was diese Quelle bestimmt und wie der Kanon als Norm dient, zu unterscheiden sei.

 

P. D. Gooch 1993, 61-133 befasst sich mit den Fragen, für wen und warum das Essen von mit dem heidnischen Kult verbundener Nahrung ein Problem ist, welche Lösung Paulus bietet, welche Wirkung der Lösungsvorschlag auf die Korinther hat, welches die Antwort der Korinther ist und welches Paulus’ Einstellung bezüglich der Speiseproblematik nach der Abfassung des Ersten Korintherbriefes ist. Wie die paulinische Haltung von der gegenwärtigen Forschung beurteilt wird, darüber gibt P. D. Gooch 1993, 135-155 einen ausführlichen Überblick, wobei er auf die Auslegungen einzelner Exegeten eingeht.

 

J. M. Gundry Volf 1990, 85-97 geht auf 1 Kor 8,7-13 und Röm 14,1-23 ein. In beiden Texten sei die Ausübung der Freiheit, bestimmte Nahrungsmittel gegen die eigene Überzeugung zu essen, mit der "Zerstörung“ verbunden. Sie geht auf die Fragen ein, welcher Natur die Zerstörung ist, und ob − und warum − die Zerstörung endgültig ist oder nicht. Ihrer Meinung nach gehe es um existenzielle und nicht um ewige Zerstörung. Nicht das Heil sei der Gegensatz, sondern die Erbauung. Die Zerstörung stelle ein Hindernis hinsichtlich der Heiligung, nicht aber hinsichtlich der letztendlichen Rettung dar. Paulus plädiere für zwischenmenschliche Beziehungen innerhalb der Kirche, die nicht das individuelle Leben und den individuellen Glauben in ihren verschiedenen Äußerungen bedrohen, sondern vielmehr bestärken.

 

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V. 12

 

Beobachtungen: Wer so das Heil des Glaubensgenossen, des "Bruders“ - mitgemeint ist sicherlich auch die "Schwester“ - aufs Spiel setzt, versündigt sich nicht nur an dem "Bruder“, sondern auch an Jesus Christus, der schließlich (auch) für den Bruder gestorben ist.

Dass Paulus den Plural "Brüder“ benutzt, zeigt, dass es nicht um einen Einzelfall geht, sondern um ein Problem, das eine Mehrzahl oder gar eine Vielzahl "Brüder“ betrifft.

 

Unklar ist, inwiefern ein schwaches Gewissen "verletzt“ werden kann. Das Verb typtô, das "schlagen“ oder "verwunden“ bedeutet, weist auf Gewaltanwendung hin, und zwar seitens des Glaubensstarken. Die Bedrängung des schwachen Gewissens des Glaubensschwachen wird also bildlich als (psychische) Gewaltanwendung verstanden: Mit (psychischer) Gewalt wird der Glaubensschwache zum Götzenopfermahl verführt.

 

Weiterführende Literatur:

 

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V. 13

 

Beobachtung: Die Konsequenz, die Paulus aus seinen Ausführungen zieht, ist radikal, auf den ersten Blick radikaler als eigentlich notwendig. Eigentlich wäre es folgerichtig zu sagen: "Wenn Speise meinem Bruder zum Anstoß wird, will ich nicht mehr Götzenopferfleisch (statt: Fleisch) essen bis in Ewigkeit, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß gebe.“ Wie lässt sich diese Radikalisierung erklären? Zwei Erklärungen liegen nahe: Zum einen kann Paulus nicht das Wort "Götzenopferfleisch“ benutzen, weil glaubensstarke Christen sich bewusst sind, dass es keine Götzen gibt. Folglich kann weder Paulus noch ein anderer glaubensstarker Christ Götzenopferfleisch essen, denn aus seiner Sicht ist es immer gewöhnliches Fleisch. Zum anderen kann - umgekehrt - für den Glaubensschwachen jederzeit gewöhnliches Fleisch zu Götzenopferfleisch werden. Es wäre da an Fleisch zu denken, das aus dem Tempel stammt, jedoch fernab vom Tempel verspeist wird. Während der Glaubensstarke nichtsahnend meint, gewöhnliches Fleisch zu essen, kann der Glaubensschwache - sofern er besser als der Glaubensstarke informiert ist und von der Herkunft des Fleisches weiß − dieses als Götzenopferfleisch ansehen.

 

Indem Paulus auf die Ich-Form umsteigt, leitet er zum Folgenden über. Er provoziert mit seiner Aussage die Frage, ob er nicht die apostolische Freiheit aufgibt.

 

Weiterführende Literatur: B. W. Winter 1990, 209-226 befasst sich mit den theologischen und ethischen Antworten der Christen auf den religiösen Pluralismus in Korinth.

 

C. Burini 1979, 205-220 befasst sich mit der Beziehung zwischen 1 Kor 8,13 und Röm 14,13, wobei sie auf S. 206-210 ersteren Vers auslegt.

 

 

Literaturübersicht

 

Barrett, Charles Kingsley; Things Sacrificed to Idols, in: C. K. Barrett [ed.], Essays on Paul, London 1982, 40-59

Brunt, John C.; Rejected, Ignored, or Understood? The Fate of Paul’s Approach to the Problem of Food Offered to Idols in Early Christianity, NTS 31 (1985), 113-124

Burini, Clara; In margine al VII Colloquio Ecumenico Paolino. "Non scandalizzare il fratello (1 Cor 8,13; Rom 14,13), Ben. 26 (1979), 205-220

Cheung, Alex T.; Idol Food in Corinth: Jewish Background and Pauline Legacy (JSNT.S 176), Sheffield 1999

Dawes, Gregory W.; The Danger of Idolatry: First Corinthians 8:7-13, CBQ 58/1 (1996), 82- 98

Delobel, Joël; Coherence and Relevance of 1 Cor 8-10, in: R. Bieringer [ed.], The Corinthian Correspondence (BETL 125), Leuven 1996, 177-190

Denaux, Adelbert; Theology and Christology in 1 Cor 8,4-6, in: R. Bieringer [ed.], The Corinthian Correspondence (BETL 125), Leuven 1996, 593-606

Eckstein, Hans-Joachim; Der Begriff Syneidêsis bei Paulus, Tübingen 1983

Fee, Gordon D.; Eidôlothuta Once Again: An Interpretation of 1 Corinthians 8-10, Bib 61/2 (1980), 172-197

Fisk, Bruce N.; Eating Meat Offered to Idols: Corinthian Behavior and Pauline Response in 1 Cor 8-10, TrinJ 10/1 (1989), 49-70

Gooch, Paul W.; Partial Knowledge: Philosophical Studies in Paul, Notre Dame 1987

Gooch, Paul W.; “Conscience” in 1 Corinthians 8 and 10, NTS 33 (1987), 244-254

Gooch, Peter D.; Dangerous Food: 1 Corinthians 8-10 in its Context (Studies in Christianity and Judaism / Études sur le christianisme et le judaïsme 5), Waterloo, Ontario 1993

Gundry Volf, Judith M.; Paul and Perseverance: Staying in and Falling Away (WUNT 2:37), Tübingen 1990

Horsley, Richard A.; Consciousness and Freedom among the Christians: 1 Corinthians 8-10, CBQ 40 (1978), 574-589

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